Knockout anstatt Höhenflug

Energydrinks liegen mehr denn je im Trend – ein Partygetränk mit zum Teil verheerenden Folgen. Viele unterschätzen die Wirkung dieser Getränke und konsumieren sie bedenkenlos. Mein Artikel heute möchte sensibilisieren und die Verbraucher auffordern, mehr auf ihren Körper zu achten.

Warum Energydrinks?

  • man fühlt sich wacher – leistungsfähiger
  • man erhöht sein Durchhaltevermögen
  • sie schmecken gut – gerade gemischt mit Alkohol
  • sie sind trendy

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der jeweiligen Anbieter unterscheiden sich nicht viel.

  • Wasser
  • Zucker und/oder Süßstoffe
    In einer 250 ml Dose sind ca. 27 g Zucker – das deckt laut WHO bereits die Hälfte des Tagesbedarfs an Zucker
  • Koffein
    Dies ist die zentrale Zutat eines Energydrinks. Für Erwachsene sind 300 mg/Tag akzeptabel – dies entspricht etwa drei Tassen Kaffee. Für Kinder ist Koffein aufgrund ihres geringeren Körpergewichtes ungeeignet, sie spüren die Wirkung extremer. Zuviel Koffein führt zu Herzrasen, Nervosität, Übelkeit und Schlaflosigkeit – ab 500 mg/Tag kommt es zu unerwünschten Nebenwirkungen. In Energydrinks liegt die Dosis bei 320 mg/liter.
  • Taurin
    Taurin ist auch in Lebensmitteln wie z. B. Fisch, Fleisch und Milch enthalten. Eine energiesteigernde Wirkung kann nicht nachgewiesen werden auch nicht in Kombination mit Koffein.

Gesundheitsrisiko

Ein übermäßiger Konsum dieser Energydrinks kann zu gesundheitlichen Risiken führen. Zum Beispiel:

  • erhöhter Herzschlag
  • erhöhter Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzversagen
  • Störungen im zentralen Nervensystem: Zittern, Nervosität bis hin zu Panikattaken

Für Menschen, die unter Bluthochdruck leiden kann der Konsum dieser Drinks fatal enden. Zumal sie oft mit Alkohol kombiniert werden wie zum Beispiel mit Wodka. Durch die Süße schmeckt man den Alkohol nicht oder kaum und man ist verleitet, übermäßig zu trinken. Acht – zehn dieser Longdrinks sind keine Seltenheit in einer Partynacht. Studien haben gezeigt, dass der Puls bei Probanden morgens um vier Uhr bei über 220 Schlägen lag. Alles weitere kann man sich denken.

Es wird über ein Abgabeverbot dieser Drinks an Jugendliche nachgedacht – aber bislang ging diese Forderung nicht durch. Bei Kindern und Jugendlichen wurde Nierenversagen oder gar Krampfanfälle festgestellt. Die Kommission meint, ein Warnhinweis auf der Dose sollte ausreichend sein. Ein verantwortlicher Umgang mit Alkohol und Energydrinks muss – wie so vieles andere auch – in der Eigenverantwortlichkeit liegen.

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